02.03.2017, 19 Uhr

Prof. Dr. Max Deeg (Cardiff)

Über die Seidenstraße nach Indien:
Der chinesische Indienpilger Xuanzang und die Suche nach der Lehre des Buddha

Moderation: Prof. Dr. Gregor Paul (DCG)

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100.
Eintritt frei.

Die Faszination, die von Marco Polo und seinen Reisen ausgeht, findet ihre Entsprechung in Asien in den Reisen des chinesischen buddhistischen Mönches Xuanzang (600–663), der von 629 bis 645 die Seidenstraße bereiste, um an die heiligen Stätten seiner Re­ligion in Indien zu gelangen und an der damals berühmtesten Bil­dungs­institution des buddhistischen Asiens, der Klosteruniversität Nā­lan­dā, buddhistische Philosophie zu studieren. Nach seiner Rückkehr verfasste er auf Anordnung des Tang-Kaisers Taizong den „Bericht über die Westlichen Regionen der Großen Tang Dynastie“ (Datang Xiyu ji), in dem er detailliert seine Reiseroute, die besuchten Orte und die da­mit verbundenen buddhistischen Legenden be­schreibt. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert hat dieser Text nicht nur als Grundlage zur Erforschung des Buddhismus in Indien und Zentralasien gedient, sondern auch die Phantasie von Gelehrten, Abenteurern, Reisenden und spi­rituell Suchenden befeuert. In Ostasien jedoch hat Xuanzang auf Grund seiner herausragenden Stellung fast den Status eines Heiligen erlangt. Der Vortrag wird einen Einblick geben in das Leben und Reisen des berühmten Indienpilgers und wird versuchen, ihn in seinem weiteren historischen Kontext einzuordnen.

Max Deeg ist Professor für Buddhist Studies an der Universität Cardiff, Wales, UK, und z.Z. Research Fellow am Käte-Hamburger-Kolleg der Ruhr-Universität Bochum. Deeg studierte Germanische Philologie, Sprachwissenschaft, In­­do­logie, Japanologie und Religionswissenschaft an der Universität Würzburg. Er verbrachte längere Zeit in Japan, China, Indien und Nepal. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Ge­schichte des Buddhismus und seiner Verbreitung nach Ostasien. Zu Professor Deegs Veröffentlichungen zählen u.a. eine deutsche Übersetzung des Lotus-Sutras und Monographien über den ältesten chinesischen Indienpilger Faxian (Anfang 5. Jh.) und buddhistische Gründungslegenden entlang des Himalaya. Z.Z. bereitet er eine neue englische Übersetzung mit ausführlichem Kommentar von Xuanzangs „Bericht über die Westlichen Regionen“ vor.

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