01.06.2017, 19 Uhr

Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe/DCG)
Kunst und Macht in der Geschichte Chinas

Moderation: Prof. Dr. Martin Woesler (Witten-Herdecke/DCG)

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100.

Eintritt frei.

Allgemein gesagt, kann Kunst im Dienst von Macht stehen, sich kritisch gegen sie wenden oder – zumindest der Intention nach – indifferent gegenüber Macht sein. Bekannte Beispiele der ersten Art sind die altägyptische und die „maoistische“ Architektur, Exempel der zweiten Art chinesische literarische Texte seit etwa dem 10 Jh. v.u.Z. und solche der dritten Art Werke der „Kunst um der Kunst willen“. Die Beispiele sind nur scheinbar willkürlich gewählt. Sie sollen als verständliche Illustrationen dienen. Der Vortrag geht der Frage nach den allgemeinen und besonderen Zügen des Verhältnisses von Kunst und Macht in der Geschichte Chinas nach.  Dabei ist, wie implizit gesagt, Kunst im weiten Sinn des Begriffs gemeint: also Architektur, Bildhauerei, Malerei, Literatur und Musik. Mit „Macht“ ist vor allem „Regierungsmacht“ bzw. staatliche Macht von der Despotie bis hin zur Demokratie angesprochen. Aber auch „lokale“ und sozusagen „private“ Macht sind thematisch. Zur Sprache kommen natürlich nur wenige exemplarische Beispiele. Allgemeinheit und Besonderheit sollen allerdings nicht nur festgestellt werden. Wichtiger noch ist die Erklärung von Ursachen und Gründen der Besonderheiten und die Suche nach dem – nichtsdestoweniger identifizierbaren – „Allgemein-Menschlichen“. Eine Frage lautet etwa: Warum findet sich im traditionellen China keine den Bauten der alten Ägypter, Mesopotamier – aber auch der Mayas – vergleichbare Architektur?

Der Vortag dient auch der Vorbereitung der Symposien, die anlässlich des 60jährigen Bestehens der DCG am 19. und 20.08 im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst und am 02.12. im ZKM in Karlsruhe stattfinden. 

Gregor Paul (http://paul.dcg.de) ist Professor für Philosophie in Karlsruhe. Seine Interessen gelten u.a. der Ästhetik und Interkulturellen Philosophie. 2016 hat er den Band Staat und Gesellschaft in der Geschichte Chinas: Theorie und Praxis (Baden-Baden: Nomos) herausgegeben, der ein einschlägiges Kapitel enthält.

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