60-jähriges Jubiläum 2017. Öffentliches Symposium zum Thema „Kunst und Macht in der Geschichte Chinas“ am 02.12.2017

Die DCG feierte 2017 ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fanden zwei Symposien statt, eines im August in Witten und eines im Dezember in Karlsruhe.

Am 02. Dezember im Zentrum für Kunst und Medien (http://zkm.de) in der Lorenzstr. 19 in Karlsruhe wurde das Symposium mit dem Thema „Kunst und Macht in der Geschichte Chinas“ durchgeführt. Die von der Stadt Karlsruhe unterstützte Veranstaltung schloss ein Gruß­wort und vier Vorträge von jeweils 40 Minuten ein, denen 20minütige Diskussionen folgten:

10:00–10:15  Grußwort

10:15–11:15  Vortrag und Diskussion: Kunst und Macht im öffentlichen Raum. Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (DCG) http://paul.dcg.de

11:15–11:30  Pause

11:30–12:30  Vortrag und Diskussion: Malerei und Macht.
Referent: Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (China-Zentrum Tübingen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Helwig_Schmidt-Glintzer

12:30–13:45  Mittagspause

13:45–14:50  Vortrag und Diskussion: Literatur und Macht. Referent: Prof. Dr.  Karl-Heinz Pohl (Trier) https://www.uni-trier.de/index.php?id=18681

14:50–15:05  Pause

15:05–16:10  Vortrag und Diskussion: Film, Internet, Digitalisierung und Macht.
Referent: Prof. Dr. Martin Woesler (DCG, Uni. Witten/Herdecke) http://martin.woesler.de

Grob gesagt, geht es im Symposium um das Verhältnis von Kunst, und zwar Kunst im weiteren Sinn,  und politischer Macht. Jede Art Kunst, ob Bildende Kunst (Architektur, Bildhauerei, Malerei, Film), Literatur oder Musik, kann im Dienst politischer Macht stehen oder kritisch gegen sie gerichtet sein. Genauer hin gilt:

(1) Kunst kann der Festigung und Förderung solcher Macht dienen. Dabei kann sie  (1.1) Darstellung oder Manifestation von Macht sein, wie es insbesondere bestimmte Beispiele der Monumentalarchitektur sind. Sie kann (1.2) der Propaganda dienen, wie sie sich vor allem im Personenkult der Mächtigen äußert: z.B. in Porträts, in Utensilien, die solche Porträts zeigen oder in verherrlichenden Hymnen. Und schließlich kann sie (1.3) durch Zensur (etwa von Bildender Kunst, Literatur und Film) Widerstand und Kritik verhindern oder einschränken. Selbst­­­verständlich können alle drei Formen ne­ben­ei­n­an­der bestehen. Insbesondere im Stalinis­mus, Na­zismus und Maoismus war dies der Fall. Aber selbst schon im alten Ägypten dürften sich Beispiele finden.
Kunst kann sich aber auch (2) kritisch gegen Macht richten, und dies vor allem durch Karikaturen, Kabarett und in literarischer Form.
Schließlich aber kann Kunst – jedenfalls der Intention nach – (3) Machtfragen gegenüber indifferent sein. Beispiele der Kunst um der Kunst willen mag es geben. Doch kann gerade solche Kunst von Mächtigen – aber auch von anderen – als Provokation empfunden werden. Das zeigte das Vorgehen des Nationalsozialismus gegen die von ihm als „entartet“ abgelehnte Kunst.

Das Symposium widmet sich vor allem Themen der ersten und zweiten Art. Im ersten Referat wird auch ein Überblick der Problematik geboten. Dabei werden exemplarische Beispiele aus dem Verhältnis von Kunst und Macht in der Geschichte Chinas angeführt und mit Beispielen aus anderen Kulturen – wie der Ägyptens, Mesopotamiens und der totalitären Staaten des 20. Jahrhunderts – verglichen.

 

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