Archiv der Kategorie: Aktuelle Veranstaltungen in Köln

Identität und Hybridität – Chinesische Kunst und Ästhetik im Zeitalter der Globalisierung, 1.3.2018 19 Uhr Köln

Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (Trier)

 

Identität und Hybridität – Chinesische Kunst und Ästhetik im Zeitalter der Globalisierung

Vortrag mit Lichtbildern und Diskussion

 

Moderation: Dr. Alexander Bell (DCG)

 

Donnerstag, 1. März 2018, 19 Uhr

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100.
Eintritt 9 Euro, Studierende 4 Euro, für Mitglieder 2 Euro.

 

Im Anschluss bis 21 Uhr Gelegenheit zum Austausch bei Snacks & Getränken (Museumscafé)

 

In China wurde die im Westen mit Foucault und Said (Orientalismus) angestoßene Postmodernismus- und Postkolonialismus-Debatte intensiv geführt, nämlich im Sinne einer Emanzipation von einem dominanten westlichen Narrativ des Rationalismus und der Aufklärung. Sie wurde ergänzt durch den Trend zu neuen (alten) Chinesischen Kulturstudien (guoxue), was zu einem Bestreben des (Wieder)entdeckens des „Chinesischen“ in der Gegenwartskunst führte. Zusammen mit der Globalisierung (und damit u.a. Kommerzialisierung und Konsumorientierung) des Kunstmarktes entstand eine hybride Form von Kunst, die traditionelle chinesische Ästhetik und moderne westliche Elemente zusammenfügt. Karl-Heinz Pohl geht der Frage nach, wie moderne chinesische Denker ihre Verbundenheit zu ihrer eigenen reichen ästhetischen Tradition – eine Frage der kulturellen Identität – mit dem Einfluss neuer und westlicher Präferenzen versöhnen. Die Spannung zwischen Identität und Hybridität in der heutigen Ästhetik Chinas wird anhand von Werken des Malers Wei Dong illustriert.

Karl-Heinz Pohl ist Sinologe und Professor emeritus an der Universität Trier. Er ist durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zäh­len die Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und China für Anfänger (Herder-Verlag) sowie sein Ästhetik-Band der Bonner Geschichte der chinesischen Literatur.

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Die Arbeit der Konfuzius-Institute in Deutschland, 1.2.2018 19 Uhr Köln

 

Dr. Cord Eberspächer (Düsseldorf)

 

Die Arbeit der Konfuzius-Institute in Deutschland

Vortrag mit Diskussion

 

Moderation: Prof. Dr. Martin Woesler (DCG)

 

Donnerstag, 1. Februar 2018, 19 Uhr

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100. Eintritt frei.

 

Im Anschluss bis 21 Uhr Gelegenheit zum Austausch bei Snacks & Getränken (Museumscafé)

 

 

 

Konfuzius-Institute sind die offiziellen Kulturinstitute der Volksrepublik China. Sie vermitteln, analog zu den deutschen Goethe-Instituten, chinesische Sprache und Kultur im Ausland. Sie bieten damit eine nie da gewesene Plattform für eine breite, china-interessierte Öffentlichkeit. Doch die Institute begegnen auch Misstrauen und Kritik, ihnen wird vorgeworfen, ein verzerrtes Chinabild zu vermitteln und letztendlich nur der Verbreitung chinesischer Softpower zu dienen. Was machen Konfuzius-Institute wirklich und wie ist ihre Rolle als Brücke zwischen China und dem Ausland einzuschätzen? Der Vortrag führt in die Situation der Institute in Deutschland ein und erörtert ihre Arbeit sowie ihre Position im deutsch-chinesischen Kulturaustausch.
Cord Eberspächer ist Historiker und Sinologe. Er leitet seit 2010 das Konfuzius-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist Mitglied im Exeku­tiv­komitee der Weltsinologenkonferenz an der Renmin University of China (RUC) und Gastdozent an der Beijing Foreign Studies University. Seine For­schungs­in­ter­es­sen gelten der chinesischen Geschichte des 19. und 20. Jahr­hun­derts, ins­be­sondere der chinesischen Transformationsprozesse in ihren globalen Bezügen.

 

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Donnerstag, den 02. November 2017, 19 Uhr

Museum für Ostasiatische Kunst, Universitätsstraße 100. Eintritt frei

Eva Schestag (Frankfurt): Die Drei Reiche
Vortrag mit Lesung und Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Martin Woesler (DCG)

»Die Drei Reiche« gelten als der älteste Roman der chinesischen Kultur. Er wird Luo Guanzhong, der wohl im 14. Jahrhundert lebte, zugeschrieben. Eva Sches­tag hat dieses monumentale Werk, dem die historischen Ereignisse vom Zerfall der Han-Dynastie bis zur Gründung der Jin-Dynastie zugrunde liegen, in sechsjähriger Arbeit erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt. Lässt sich ein solches Buch mit all seinen kulturgeschichtlichen Implikationen überhaupt über­setzen? Was bleibt unübersetzbar? Welche grundlegenden Entscheidungen trifft der Übersetzer bei der Arbeit? Welche Bedeutung hat dieser klassische Roman für unsere Zeit heute? Diese und andere Fragen wird Eva Schestag in Köln stel­len und diskutieren. Sie liest auch ein paar ihrer Lieblingsstellen aus den »Drei Reichen«. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion.
Eva Schestag hat Sinologie in München, Nanjing, Zürich und Taipeh studiert. Ihr Schwerpunkt liegt auf der alten und klassisch chinesischen Literatur. Lehrtätigkeit an den Instituten für Sinologie und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe Universität Frankfurt am Main. Bei S. Fischer erschienen »Sammlung Chinesischer Klassiker« in 4 Bänden (2009) und »Die Drei Reiche« (2017).

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01.06.2017, 19 Uhr

Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe/DCG)
Kunst und Macht in der Geschichte Chinas

Moderation: Prof. Dr. Martin Woesler (Witten-Herdecke/DCG)

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100.

Eintritt frei.

Allgemein gesagt, kann Kunst im Dienst von Macht stehen, sich kritisch gegen sie wenden oder – zumindest der Intention nach – indifferent gegenüber Macht sein. Bekannte Beispiele der ersten Art sind die altägyptische und die „maoistische“ Architektur, Exempel der zweiten Art chinesische literarische Texte seit etwa dem 10 Jh. v.u.Z. und solche der dritten Art Werke der „Kunst um der Kunst willen“. Die Beispiele sind nur scheinbar willkürlich gewählt. Sie sollen als verständliche Illustrationen dienen. Der Vortrag geht der Frage nach den allgemeinen und besonderen Zügen des Verhältnisses von Kunst und Macht in der Geschichte Chinas nach.  Dabei ist, wie implizit gesagt, Kunst im weiten Sinn des Begriffs gemeint: also Architektur, Bildhauerei, Malerei, Literatur und Musik. Mit „Macht“ ist vor allem „Regierungsmacht“ bzw. staatliche Macht von der Despotie bis hin zur Demokratie angesprochen. Aber auch „lokale“ und sozusagen „private“ Macht sind thematisch. Zur Sprache kommen natürlich nur wenige exemplarische Beispiele. Allgemeinheit und Besonderheit sollen allerdings nicht nur festgestellt werden. Wichtiger noch ist die Erklärung von Ursachen und Gründen der Besonderheiten und die Suche nach dem – nichtsdestoweniger identifizierbaren – „Allgemein-Menschlichen“. Eine Frage lautet etwa: Warum findet sich im traditionellen China keine den Bauten der alten Ägypter, Mesopotamier – aber auch der Mayas – vergleichbare Architektur?

Der Vortag dient auch der Vorbereitung der Symposien, die anlässlich des 60jährigen Bestehens der DCG am 19. und 20.08 im Kölner Museum für Ostasiatische Kunst und am 02.12. im ZKM in Karlsruhe stattfinden. 

Gregor Paul (http://paul.dcg.de) ist Professor für Philosophie in Karlsruhe. Seine Interessen gelten u.a. der Ästhetik und Interkulturellen Philosophie. 2016 hat er den Band Staat und Gesellschaft in der Geschichte Chinas: Theorie und Praxis (Baden-Baden: Nomos) herausgegeben, der ein einschlägiges Kapitel enthält.

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02.03.2017, 19 Uhr

Prof. Dr. Max Deeg (Cardiff)

Über die Seidenstraße nach Indien:
Der chinesische Indienpilger Xuanzang und die Suche nach der Lehre des Buddha

Moderation: Prof. Dr. Gregor Paul (DCG)

Museum für Ostasiatische Kunst Köln, Universitätsstraße 100.
Eintritt frei.

Die Faszination, die von Marco Polo und seinen Reisen ausgeht, findet ihre Entsprechung in Asien in den Reisen des chinesischen buddhistischen Mönches Xuanzang (600–663), der von 629 bis 645 die Seidenstraße bereiste, um an die heiligen Stätten seiner Re­ligion in Indien zu gelangen und an der damals berühmtesten Bil­dungs­institution des buddhistischen Asiens, der Klosteruniversität Nā­lan­dā, buddhistische Philosophie zu studieren. Nach seiner Rückkehr verfasste er auf Anordnung des Tang-Kaisers Taizong den „Bericht über die Westlichen Regionen der Großen Tang Dynastie“ (Datang Xiyu ji), in dem er detailliert seine Reiseroute, die besuchten Orte und die da­mit verbundenen buddhistischen Legenden be­schreibt. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert hat dieser Text nicht nur als Grundlage zur Erforschung des Buddhismus in Indien und Zentralasien gedient, sondern auch die Phantasie von Gelehrten, Abenteurern, Reisenden und spi­rituell Suchenden befeuert. In Ostasien jedoch hat Xuanzang auf Grund seiner herausragenden Stellung fast den Status eines Heiligen erlangt. Der Vortrag wird einen Einblick geben in das Leben und Reisen des berühmten Indienpilgers und wird versuchen, ihn in seinem weiteren historischen Kontext einzuordnen.

Max Deeg ist Professor für Buddhist Studies an der Universität Cardiff, Wales, UK, und z.Z. Research Fellow am Käte-Hamburger-Kolleg der Ruhr-Universität Bochum. Deeg studierte Germanische Philologie, Sprachwissenschaft, In­­do­logie, Japanologie und Religionswissenschaft an der Universität Würzburg. Er verbrachte längere Zeit in Japan, China, Indien und Nepal. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Ge­schichte des Buddhismus und seiner Verbreitung nach Ostasien. Zu Professor Deegs Veröffentlichungen zählen u.a. eine deutsche Übersetzung des Lotus-Sutras und Monographien über den ältesten chinesischen Indienpilger Faxian (Anfang 5. Jh.) und buddhistische Gründungslegenden entlang des Himalaya. Z.Z. bereitet er eine neue englische Übersetzung mit ausführlichem Kommentar von Xuanzangs „Bericht über die Westlichen Regionen“ vor.

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02.02.2017, 18 und 19 Uhr

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstraße 100

Prof. Dr. Martin Woesler (Witten-Herdecke)
Leidenschaft im „Traum der Roten Kammer“

ein faszinierender Roman, der die Menschen über Kulturgenzen hinweg durch seine Darstellung menschlicher Gefühle verbindet

Vortrag mit Lichtbildern und Filmszenen

Moderation: Dr. Petra Roesch (Ostasiatisches Museum),
die vorab, um 18 Uhr, durch die Ausstellung „Leidenschaft“ führt
Donnerstag, den 02. Februar 2017, 19 Uhr.

Leidenschaft ist es, was den Roman so erfolgreich gemacht hat und bis heute so attraktiv macht: die Leidenschaft der ersten Liebe zwischen Held und Heldin, die in der Gunst des Kaisers in einem paradiesähnlichen Garten aufwachsen. Der Roman fasziniert, indem er die Nuancen zwischen körperlicher und platonischer Liebe beschreibt, indem er Tabus der Homosexualität und sexueller Phantasien bricht. Den Autor selbst trieb Leidenschaft: das Bedürfnis, seine eigene Liebe und sein eigenes Leben in allen Facetten der Nachwelt zu überliefern, empfand er doch persönliche Verantwortung, dass der paradiesähnliche Garten verloren gehe. Nur der Roman erlaubte es ihm, das damalige China, dessen Sitten und Gebräuche, Kleidung und Küche, Mentalität und Glauben, aber auch Korruption und Degeneration in allen Aspekten und in allen Schichten – vom Kaiserhof bis hin zum Dasein von Sklavinnen und Bettlern – darzustellen. Mit Leidenschaft diskutierten die ersten Leser die Manuskript­fassungen mit dem Autor. Auch ließ den Roman zum Symbol chinesischer Kultur, zum Kult, zum meistgelesenen Roman aller Zeiten in China und zum viertmeistgelesenen Roman in der Welt werden. Mit Leidenschaft haben sich frühe Übersetzer und Rezensenten und die Literatur-Wissenschaftler auf den Roman gestürzt. Kein anderer wurde an so vielen Universitäten studiert Der Vortrag geht der Frage nach, was an und in diesem Roman diese Leidenschaft auslöst.

Univ.-Prof. Dr. phil. Martin Woesler ist DCG-Vorstandsmitglied und Professor für Literatur und Kommunikation in China an der Universität Witten/Herdecke. Er gilt als einer der renommiertesten europäischen Kenner des Romans, zu dem er Konferenzen durchgeführt und zahlreiche Arbeiten veröffentlicht hat. Auch in China unterrichtet er chinesische Studierende (auf Chinesisch) über den Roman und betreut chinesische Doktoranden. Daneben ist Woesler an moderner chinesischer Literatur und gesellschaftlichen Entwicklungen des China der Gegenwart interessiert.
 

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01.12.2016.

Museum für Ostasiatische Kunst Köln,
Universitätsstraße 100, 19 Uhr.

Eintritt frei.

Prof. Dr. Dieter Metzler (Münster)
Die Seidenstraße vor ihrer Eröffnung durch die Historiker: Archäologische Zeugnisse.

Dia-Vortrag.

Moderation: Prof. Dr. Gregor Paul (DCG)

Die „Seidenstraße“ bleibt ein fesselndes Thema. Zur Zeit versucht China sogar, sie als Katalysator wirtschaftlichen Erfolgs wiederzubeleben. Doch schon vor den „historischen“ Kontakten, wie sie für das zweite vorchristliche Jahrhundert für das Han-Reich und Vorderasien nachweisbar sind, geben archäologische Funde interessante Aufschlüsse über entsprechende Kulturen und Kulturverbindungen.

Dieter Metzler, Professor für Alte Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität Münster, hat in München, Berlin und Paris Archäologie, Alte Geschichte und Griechisch sowie in eingeschränkter Form auch Ägyptologie, Prähistorie, Kunstgeschichte, Architekturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Philosophie studiert. Er zählt zu den besten Kennern der Archäologie der Seidenstraße, mit der er sich denn auch in zahlreichen einschlägigen Veröffentlichungen auseinandergesetzt hat.

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